Wir - das sind Kerstin und Jürgen, im Alter von Anfang bis Mitte 50. Wir teilen unser Leben, unsere Wohnung und alles andere seit mehr als 18 Jahren. Jürgen ist von Geburt an Kölner und eine rheinische Frohnatur. Kerstin ist Saarländerin, das Rheinland hat jedoch längst ihr Herz erobert.

Beruflich haben wir schon alles mögliche hinter uns: unterschiedliche Berufe und Branchen, verschiedene Firmengrößen, Selbständigkeit und Angestelltendasein.

Von der Art her sind wir beide ziemlich unterschiedlich. Wir sehen das als Bereicherung, manchmal ist es natürlich auch eine Herausforderung.

Jürgen und Kerstin

Jürgen + Kerstin

Was uns über alles hinweg verbindet, sind unsere Werte und Einstellung zu den Menschen, die uns wichtig sind: Familie, Freundschaft, Respekt gegenüber anderen Menschen - egal welcher Nationalität oder Ethnologie. Außerdem sind wir neugierig darauf, wie andere Menschen leben und was es da draußen ausserhalb unseres direkten Horizontes noch so gibt.

Als kreativer Mensch wird Kerstin manchmal von Ideen “überfallen”, sie sprüht dann nur so vor Einfallsreichtum. Jürgen ist begeisterungsfähig, aber auch derjenige, der sie dann erdet. Die Art und Weise, wie er mit ihrer Vielfalt umgeht, dann aber auch gute Ideen mitträgt, ist wirklich einzigartig. Witziger weise verbreitet er auf andere Art gerne mal Chaos, in das Kerstin dann wiederum Ordnung und Struktur reinbringt. Macht Kerstin sich Sorgen, macht er es für sie mit dem kölschen “et hätt noch immer joot jejange” leichter. Macht Jürgen sich Sorgen, steht Kerstin ihm zur Seite und entwickelt gemeinsam mit ihm Pläne.

Liest sich das wie “unser Leben ist ein Ponyhof”? Mag sein, aber das ist es sicher nicht. Wir haben in unserem Leben und der gemeinsamen Zeit schon viel erlebt und natürlich gab und gibt es auch schwierige Zeiten. Bisher hatten wir immer das Glück, etwas Positives daraus mitnehmen zu dürfen. Auch wenn wir so manches erst im Nachhinein erkennen konnten.

Derart ist auch unsere neue Lebensform entstanden: Ein sehr schlimmes Ereignis in 2015 hat uns beide die Art und Weise, wie wir unser Leben führen, in Frage stellen lassen: 

Was wäre, wenn alles von heute auf morgen vorbei wäre und wir nichts mehr “auf später” verschieben könnten? Was ist uns jetzt und für unsere Zukunft wirklich wichtig?

Dazu kam ein unbändiges Verlangen nach einem einfacheren Leben. Ein Leben, das sich wieder nach unseren Bedürfnissen richtet - und nicht umgekehrt. Weg von "zuviel" um uns herum - hin zum Kern unserer selbst. Mehr entdecken, Neues erleben und uns selbst in anderen Umgebungen neu erfahren ... der Wunsch danach wurde übermächtig.

Es folgte ein umfangreicher und intensiver Prozess über 3 Jahre inklusive Hausverkauf und Aufgeben von Jürgens Festanstellung. Seit Februar 2018 leben wir nun ortsunabhängig. Meist reisen wir in unserem Wohnmobil Paul durch Europa.

Zwischendurch sind wir immer mal wieder in Deutschland, denn unsere Familien und Freunde sind uns wichtig. Manchmal mieten wir auch eine möblierte Wohnung auf Zeit für einige Wochen. Denn wir haben kein Haus und auch keine eigene Wohnung mehr.

Ja, das ist ungewöhnlich - das wissen wir. Und nein, wir sind keine Rentner oder Menschen, die von einem gut gefüllten Konto leben können. Wir sind selbständig und arbeiten wie andere Unternehmer/innen auch, die für ihren Unterhalt und ihre Zukunft sorgen müssen und wollen. Und ja, das geht auch unterwegs;-)